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Bachelor Slavistik

Das Studium am Slavischen Institut Heidelberg beschäftigt sich mit den Sprachen und Literaturen der slavischen Länder in ihrem geschichtlichen und kulturellen Kontext. Das Studium verbindet eine fundierte Sprachausbildung mit Grundlagenkenntnissen und Arbeitstechniken der Bereiche Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft. Auf vielfältigen Ebenen öffnet ein slavistisches Studium den Blick nach Osteuropa. Die Studierende erwerben wichtige Schlüsselkompetenzen und ein gefragtes Expertenwissen in einer zunehmend globalisierten und vernetzten Welt.

Das Studium der Slavistik macht Sie mit dem Reichtum und den Besonderheiten der slavischen Sprachen, Literaturen und Kulturen vertraut. Zugleich lernen Sie sprachliche, literarische und kulturelle Erscheinungen in den slavischen Ländern in geschichtlicher wie auch in kulturvergleichender Perspektive kritisch zu analysieren, einzuordnen und zu deuten.

Ein Alleinstellungsmerkmal der Slavistik in Heidelberg ist das vielfältige Sprachenangebot, das zur Wahl steht: Russisch, Polnisch, Tschechisch, die Nachfolgesprachen des Serbokroatischen (Bosnisch/Kroatisch/Montenegrinisch/Serbisch) und Bulgarisch. Angesichts dieser sprachlich-kulturellen Vielfalt legt das Slavische Institut großen Wert auf komparatistische Arbeitsansätze. Die vergleichende Perspektive macht Verbindungen wie auch Eigenheiten der verschiedenen slavischen Sprachen und Kulturen besonders deutlich und erhellt ihr Verhältnis zu anderen Sprach- und Kulturräumen.

Hauptfach (75%)

Im Hauptfach (75%) werden zwei slavische Sprachen (Russisch, Bulgarisch, Polnisch, Tschechisch, die Nachfolgesprachen des Serbokroatischen (Bosnisch/Kroatisch/Montenegrinisch/Serbisch) erlernt. Das Basisstudium besteht aus Einführungen in die slavische Sprachwissenschaft und die slavische Literaturwissenschaft. In den Aufbau- und Vertiefungsmodulen erweitern die Studierenden ihre Kenntnisse über Kultur, Sprache und Literatur der slavischen Welt und vertiefen Ihre Kompetenzen zur Untersuchung sprachlicher, literarischer und kultureller Phänomene. Ein 75%-Studium der Slavistik bietet sich für Studierende an, die sich in gleichem Maße für Sprach- und Literaturwissenschaft interessieren, da beide Bereiche bis zum Ende des Studiums gleichwertig studiert werden.

↗︎ Musterverlaufsplan 75% — ↗︎ Weitere Infos zum Bachelor Slavistik

1./2. Hauptfach (50%)

Studierende können sich zwischen zwei Varianten des B.A. 50% entscheiden. In der ersten Variante (Variante A) werden zwei slavische Sprachen (Russisch, Bulgarisch, Polnisch, Tschechisch, die Nachfolgesprachen des Serbokroatischen (Bosnisch/Kroatisch/Montenegrinisch/Serbisch) erlernt. Das Basisstudium besteht aus Einführungen in die slavische Sprachwissenschaft und die slavische Literaturwissenschaft.

Nach den Basisveranstaltungen entscheiden die Studierenden, ob Sie in den Aufbau- und Vertiefungsmodulen einen Schwerpunkt auf die Sprachwissenschaft oder die Literaturwissenschaft legen. Dieses Studium eignet sich für Studierende, die zwei Sprachen erlernen möchten und eine Präferenz für eine der beiden wissenschaftlichen Spezialisierungen ─ Sprachwissenschaft oder Literaturwissenschaft ─ haben.

Die zweite Variante (Variante B: „Bachelor mit Lehramtsoption“) eignet sich für Studierende, die mit dem Fach Russisch in den Schuldienst gehen möchten. Diese Variante konzentriert sich auf die Vermittlung der russischen Sprache und der russistischen Sprach- und Literaturwissenschaft. Der Abschluss dieser B.A.-Variante berechtigt dazu, einen Master of Education im Anschluss zu studieren und damit die Voraussetzung für den Lehrerberuf zu erwerben.

↗︎ Musterverlaufsplan 50% Variante A — ↗︎ Musterverlaufsplan 50% Variante B — ↗︎ Weitere Infos zum Bachelor Slavistik

Begleitfach (25%)

Im Begleitfach 25% geht es in erster Linie darum, eine slavische Sprache und die Grundlagen der - wahlweise - Sprachwissenschaft oder der Literaturwissenschaft zu erwerben. Angesichts der wirtschaftlichen und politischen Bedeutung des osteuropäischen Raumes können in Verbindung mit dem gewählten Hauptfach Kenntnisse einer slavischen Sprache.

↗︎ Musterverlaufsplan 25% — ↗︎ Weitere Infos zum Bachelor Slavistik

FAQ

Russisch; Polnisch; Tschechisch; Bulgarisch; die Nachfolgesprachen des Serbokroatischen (Bosnisch/Kroatisch/Montenegrinisch/Serbisch)

Nein, Sie müssen keine Vorkenntnisse in einer slavischen Sprache mitbringen. Die Sprachen Polnisch, Tschechisch, Serbisch/Kroatisch und Bulgarisch beginnen mit den Basics.

Für Studierende, die Russisch lernen wollen und noch keine Vorkenntnisse haben, oder nur Russisch sprechen, aber nicht lesen und schreiben können, führt das Slavische Institut regelmäßig unmittelbar vor Semesterbeginn einen gebührenfreien zweiwöchigen Vorkurs im Umfang von 20 Unterrichtsstunden durch; dieser umfasst: Aneignung des kyrillischen Alphabets (Lesen und Schreiben), Übung der Aussprache, erste Bekanntschaft mit der Grammatik. Dieses Propädeutikum ist für Anfänger ohne Vorkenntnisse und Voraussetzung für die Übung „Russisch 1“.

Für diejenigen, die bereits Sprachkenntnisse des Russischen mitbringen, findet in der Woche vor Semesterbeginn eine Veranstaltung zur Einstufung durch die Sprachdozent*innen statt. Dort wird festgestellt, wie gut die vorhandenen Sprachkenntnisse sind (Grammatik, Vokabelschatz, Hör- und Leseverständnis). Die Sprachdozentin bzw. der Sprachdozent nimmt anschließend eine Einordnung in das Kurslevel vor. Als Ausgleich für die weggefallenen Sprachkurse werden die Student*innen als Mentor*innen für diejenigen eingesetzt, die das Russische von Grund auf erlernen.

Sollten Sie in einer der anderen Sprachen Vorkenntnisse mitbringen, setzen Sie sich bitte mit der/dem entsprechenden ↗︎ Sprachlektor*in vor Semesterbeginn in Verbindung.

Das Studium beinhaltet in allen drei Varianten (75%, 50%, 25%) Lehrveranstaltungen zum Spracherwerb. In den Varianten 75% und 50% beinhaltet es zudem sowohl Veranstaltungen zur Sprachwissenschaft als auch zur Literaturwissenschaft. Wobei im B.A. 50% ab dem Aufbaumodul eine Spezialisierung auf einen der beiden wissenschaftlichen Schwerpunkt stattfindet. Im B.A. 25% findet eine Spezialisierung auf Sprach- oder Literaturwissenschaft von Anfang an statt.

Um ein paar konkrete Veranstaltungsbeispiele zu nennen: In literaturwissenschaftlichen Seminaren werden zum Beispiel Werke der klassischen russischen Literatur gelesen und ihre Fortwirkung in der globalen Kultur untersucht, die literarische Verarbeitung traumatischer Ereignisse wie Krieg und Genozid in den ostmitteleuropäischen Literaturen analysiert oder die Bedeutung von Mythen, Geister- und Vampirfiguren in süd- und westslavischen Kulturen diskutiert. In sprachwissenschaftlichen Veranstaltungen wird beispielsweise der historische Sprachwandel untersucht, es werden Erscheinungen von Sprachkontakt und Mehrsprachigkeit analysiert, grammatikalische Kategorien einer eingehenden Betrachtung unterzogen oder nach Gemeinsamkeiten und Unterscheiden der slavischen Sprachen in einem europäischen Kontext gefragt.

Der B.A. Slavistik konzentriert sich auf die Vermittlung von breitgefächertem Wissen über die slavischen Sprachen, Literaturen und Kulturen ─ von den mittelalterlichen Sprachdenkmälern bis in die Gegenwart der osteuropäischen Gesellschaften und unter Einbezug einer kulturvergelichenden Perspektive. Die Studierenden erwerben die Kompetenz, sprachliche, literarische und kulturelle Erscheinungen in den slavischen Ländern kritisch zu analysieren, (vergleichend) einzuordnen und zu deuten.

Der B.A. Osteuropa- und Ostmitteleuropastudien hingegen ist ein interdisziplinärer Studiengang und beinhaltet anders als der B.A. Slavistik zahlreiche Veranstaltungen zur Osteuropäischen Geschichte und vermittelt damit ein breit gefächertes Wissen über die Region. Historisches Wissen ist für die Entwicklung der Sprache und die Interpretation kultureller Erscheinungen und literarischer Texte wichtig. Gleichzeitig werden die Geschichte und die Historiographie durch Sprache und Literatur beeinflusst. In den Lehrplan der B.A. Osteuropa- und Ostmitteleuropastudien sind, im Unterschied zum B.A. Slavistik, Exkursionen eingebunden.

↗︎ Beschreibung des Bachelorstudiengangs Osteuropa- und Ostmitteleuropastudien

Natürlich stellt sich vor einem Studium auch immer die Frage nach der beruflichen Perspektive. Im Folgenden werden hier einige Branchen und Berufswege aufgelistet, deren Grundlage ein Studium der Slavistik bilden kann:

  • akademischer Weg (Master, Promotion, Professur)
  • Forschungs- und Bildungseinrichtungen (z.B. Goetheinstitute)
  • Stiftungen
  • Wirtschaft und Industrie (Übersetzungs- und Beratungstätigkeit in Firmen mit Kontakten zu slavischen Ländern)
  • Medien: Presse, Rundfunk, Fernsehen (Redakteur, Auslandskorrespondent, Theater-, Film-, Literaturkritiker, etc.)
  • Kommunikation: PR-Agenturen, Personalkommunikation in größeren Firmen und Konzernen
  • Kunst- und Kulturbetrieb (Theater, Museen, Galerien, Kulturreferate)
  • Diplomatischer Dienst (mit Vorbereitungsdienst)
  • Europäische Union
  • Touristikbranche
  • Buchhandel
  • Verlagswesen (Lektorat, Presse-, Werbe-, Vertriebsabteilung etc.)
  • Dokumentations- und Bibliothekswesen

Ansprechpartner*innen für weitere Fragen

Studienaufbau und -planung

Mike Högele, B.A.
Tel. +49 (0) 6221 54-2624 (hierunter vorübergehend nicht stets erreichbar)
E-Mail: slavstudienberatung@slav.uni-heidelberg.de
Online-Sprechstunde am 18.11.2020, 14 bis 15 Uhr: ↗︎ Link zum heiCONF-Raum
Wöchentliche Online-Sprechstunde Donnerstags von 12.00–13.00 Uhr. Um Anmeldung per Mail wird gebeten.

Fachstudienberatung

Dr. Karoline Thaidigsmann
Tel. +49 (0) 6221 54-2634 (hierunter vorübergehend nicht stets erreichbar)
E-Mail: karoline.thaidigsmann@slav.uni-heidelberg.de
Wöchentliche Online-Sprechstunde Dienstags von 16.30–17.30 Uhr. Um Anmeldung per Mail wird gebeten.

Bachelor Osteuropa- und Ostmitteleuropastudien

Der Regionalstudiengang Osteuropa- und Ostmitteleuropastudien richtet sich an alle, die sich für die Geschichte, Sprache und Kultur der Großregion östlich der deutschen Grenze interessieren. Als einer von ganz wenigen Studiengängen in Deutschland vereint dieser Studiengang die Fächer Slavistik und Osteuropäische Geschichte. Beide Fächer haben in Heidelberg eine lange Tradition und international ein hohes Ansehen.

Der Bachelorstudiengang Osteuropa- und Ostmitteleuropastudien ist interdisziplinär angelegt: Er verbindet eine fundierte Sprachausbildung mit der Vermittlung grundlegender Kenntnisse und Arbeitstechniken im Bereich der slavischen Philologie (Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft) sowie im Bereich der osteuropäischen Geschichte. Die interdisziplinäre Ausrichtung eröffnet einen vielschichtigen Blick auf Ost- und Ostmitteleuropa und ermöglicht so ein differenziertes Verständnis sowohl historischer als auch aktueller kultureller wie politischer Entwicklungen. Besonders im Fokus stehen die Länder der Russischen Föderation, des heutigen Polen, Tschechiens und der Ukraine und in ihrer wechselvollen und miteinander verknüpften Geschichte. Studierende erwerben wichtige Schlüsselkompetenzen und ein gefragtes Expertenwissen in einer zunehmend globalisierten und vernetzten Welt.

Ein Alleinstellungsmerkmal der Slavistik in Heidelberg ist das vielfältige Sprachenangebot: Russisch, Polnisch, Tschechisch, die Nachfolgesprachen des Serbokroatischen (Bosnisch/Kroatisch/Montenegrinisch/Serbisch) und Bulgarisch. Dies sowie die interdisziplinäre Ausrichtung und mehrtägige Exkursionen in die Region gehören zur Besonderheit des Studienganges Osteuropa- und Ostmitteleuropastudien. Zudem gibt es in einzelnen Modulen die Möglichkeit, Lehrveranstaltungen anderer Fächer zu besuchen (Lehrimport). So bieten sich etwa das Lehrangebot der Hochschule für Jüdische Studien oder die Musikwissenschaften mit einem Schwerpunkt auf russischer Musik an, das kulturwissenschaftliche und historische Wissen zu erweitern.

Der Studiengang ist zu 75%, zu 50% als 1. oder 2. Hauptfach und zu 25% als Begleitfach zu studieren. Die Gewichtung der beiden beteiligten Fächer unterscheidet sich danach, in welcher Form der Studiengang belegt wird.

Hauptfach (75%)

Im Hauptfach (75%) werden zwei Sprachen aus dem Angebot des Slavischen Instituts erlernt, wobei eine davon Russisch sein muss. Hier sind zudem die Fachanteile der Slavistik und Osteuropäischen Geschichte am größten. Nach den Basisveranstaltungen kann jede(r) für sich entscheiden, ob er/sie den Schwerpunkt auf die Sprach- bzw. die Literaturwissenschaften legt. Veranstaltungen zur osteuropäischen Geschichte begleiten einen hingegen bis zum Ende des Studiums.

↗︎ Musterverlaufsplan 75% – B.A. mit den Sprachen Russisch und Polnisch mit Beginn im Wintersemester
↗︎ Musterverlaufsplan 75% – B.A. mit den Sprachen Russisch und Bulgarisch mit Beginn im Wintersemester
↗︎ Weitere Infos zum Bachelor Osteuropa- und Ostmitteleuropastudien (75%)

1./2. Hauptfach (50%)

Wer eine Osteuropakompetenz mit einem weiteren Fach kombinieren möchte, sollte sich für die 50% Belegung entscheiden. Auch in dieser Variante werden zwei Sprachen aus dem Angebot des Slavisches Instituts erlernt: Russisch und eine weitere aus dem Sprachangebot des Slavischen Instituts. Die Veranstaltungen im Bereich Wissenschaften sind hingegen geringer. So gibt es ausschließlich die Basisveranstaltungen in den Sprach- und Literaturwissenschaften, historische Veranstaltungen werden bis zum Ende des Studiums besucht. In der Osteuropäischen Geschichte wird am Ende auch die B.A-Arbeit (bei 1. Hauptfach) bzw. die B.A.-Klausur (2. Hauptfach) geschrieben.

Für diese Variante sollten sich die entscheiden, die sich vor allem für den Spracherwerb und die Geschichte des Sprachraums interessieren.

↗︎ Musterverlaufsplan 50% – B.A. mit den Sprachen Russisch und Polnisch mit Beginn im Wintersemester
↗︎ Musterverlaufsplan 50% – B.A. mit den Sprachen Russisch und Bulgarisch mit Beginn im Wintersemester
↗︎ Weitere Infos zum Bachelor Osteuropa- und Ostmitteleuropastudien (50%)

Begleitfach (25%)

Im Begleitfach geht es in erster Linie darum, Polnisch, Russisch oder Tschechisch gut zu erlernen. Angesichts der wirtschaftlichen und politischen Bedeutung des osteuropäischen Raumes, können in Verbindung mit dem gewählten Hauptfach Kenntnisse des Polnischen, Russischen oder Tschechischen für den späteren Berufsmarkt von Vorteil sein.

↗︎ Musterverlaufsplan 25% – B.A. mit der Sprache Russisch mit Beginn im Wintersemester
↗︎ Musterverlaufsplan 25% – B.A. mit der Sprache Polnisch mit Beginn im Wintersemester
↗︎ Weitere Infos zum Bachelor Osteuropa- und Ostmitteleuropastudien (25%)

FAQ

Im Hauptfach (75%), ersten und zweiten Hauptfach (50%) wird Russisch mit einer weiteren slavischen Sprache aus dem Sprachangebot des Slavischen Instituts kombiniert. Im Begleitfach (25%) kann zwischen den Sprachen Russisch, Polnisch und Tschechisch gewählt werden.

Nein, Sie müssen keine Vorkenntnisse in einer slavischen Sprache mitbringen. Die Sprachen Polnisch, Tschechisch, Nachfolgesprachen des Serbokroatischen (Bosnisch/Kroatisch/Montenegrinisch/Serbisch) und Bulgarisch beginnen mit den Basics.

Für Studierende, die Russisch lernen wollen und noch keine Vorkenntnisse haben, oder nur Russisch sprechen, aber nicht lesen und schreiben können, führt das Slavische Institut regelmäßig unmittelbar vor Semesterbeginn einen gebührenfreien zweiwöchigen Vorkurs im Umfang von 20 Unterrichtsstunden durch; dieser umfasst: Aneignung des kyrillischen Alphabets (Lesen und Schreiben), Übung der Aussprache, erste Bekanntschaft mit der Grammatik. Dieses Propädeutikum ist für Anfänger ohne Vorkenntnisse und Voraussetzung für die Übung „Russisch 1“.

Für diejenigen, die bereits Sprachkenntnisse des Russischen mitbringen, findet in der Woche vor Semesterbeginn eine Veranstaltung zur Einstufung durch die Sprachdozent*innen statt. Dort wird festgestellt, wie gut die vorhandenen Sprachkenntnisse sind (Grammatik, Vokabelschatz, Hör- und Leseverständnis). Die Sprachdozentin bzw. der Sprachdozent nimmt anschließend eine Einordnung in das Kurslevel vor. Als Ausgleich für die weggefallenen Sprachkurse werden die Student*innen als Mentor*innen für diejenigen eingesetzt, die das Russische von Grund auf erlernen.

Sollten Sie in einer der anderen Sprachen Vorkenntnisse mitbringen, setzen Sie sich bitte mit der/dem entsprechenden ↗︎ Sprachlektor*in vor Semesterbeginn in Verbindung.

Das Studium beinhaltet in allen drei Varianten (75%, 50%, 25%) Lehrveranstaltungen der Slavistik und solche der Osteuropäischen Geschichte.

Um ein paar konkrete Veranstaltungsbeispiele zu nennen: In sprachwissenschaftlichen Veranstaltungen wird beispielsweise der historische Sprachwandel untersucht, es werden Erscheinungen von Sprachkontakt und Mehrsprachigkeit analysiert, grammatikalische Kategorien einer eingehenden Betrachtung unterzogen oder nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden der slavischen Sprachen in einem europäischen Kontext gefragt. In literaturwissenschaftlichen Seminaren werden zum Beispiel Werke der klassischen russischen Literatur gelesen und ihre Fortwirkung in der globalen Kultur untersucht, die literarische Verarbeitung traumatischer Ereignisse wie Krieg und Genozid in den ostmitteleuropäischen Literaturen analysiert oder die Bedeutung von Mythen, Geister- und Vampirfiguren in süd- und westslavischen Kulturen diskutiert. In Veranstaltungen der Osteuropäischen Geschichte erörtert man zum Beispiel die ukrainische Hungersnot 1932-1933 und deren heutige Bewertung (handelt es sich um einen Genozid – ja oder nein?) oder man setzt sich mit den Konzepten und Ideen, mit denen die Bolschewiki nach der Oktoberrevolution die Kultur und das Leben in Russland revolutionieren wollten, auseinander. Hierzu werden Texte und historische Überlieferungen gelesen und gemeinsam diskutiert.

Der B.A. Osteuropa- und Ostmitteleuropastudien beinhaltet anders als der B.A. Slavistik zahlreiche Veranstaltungen zur Osteuropäischen Geschichte und vermittelt damit ein breit gefächertes Wissen über die Region. Historisches Wissen ist für die Entwicklung der Sprache und die Interpretation kultureller Erscheinungen und literarischer Texte wichtig. Gleichzeitig werden die Geschichte und die Historiographie durch Sprache und Literatur beeinflusst.

Den B.A. Osteuropa- und Ostmitteleuropastudien unterscheidet zudem, dass in den Lehrplan Exkursionen eingebunden sind, bei denen man sich vor Ort mit Geschichte, Kultur und der Deutung derselben in Museen und Denkmälern auseinandersetzt.

Der B.A. Slavistik konzentriert sich auf die Vermittlung von Wissen über die slavischen Sprachen, Literaturen und Kulturen ─ von den mittelalterlichen Sprachdenkmälern bis in die Gegenwart der osteuropäischen Gesellschaften und unter Einbezug einer kulturvergelichenden Perspektive. Die Studierenden erwerben die Kompetenz, sprachliche, literarische und kulturelle Erscheinungen in den slavischen Ländern kritisch zu analysieren, einzuordnen und zu deuten.

↗︎ Beschreibung des Bachelorstudiengangs Slavistik

Prinzipiell kann der Studiengang mit ↗︎ allen Studiengängen der Universität Heidelberg kombiniert werden. Es gibt nur eine Ausnahme: er ist NICHT mit dem B.A. Slavistik kombinierbar.

Aufgrund möglicher zeitlicher Überschneidungen der Pflichtveranstaltungen gerade zu Beginn des Studiums, ist es ratsam mit der Fachstudienberatung über die Fächerwahl zu sprechen.

Der B.A. Osteuropa- und Ostmitteleuropastudien kann zum Beispiel gut mit den Fächern Jüdische Studien, Geschichte, Öffentliches Recht, Germanistik im Kulturvergleich oder Bildungswissenschaften kombiniert werden.

Natürlich stellt sich vor einem Studium auch immer die Frage nach der beruflichen Perspektive. Im Folgenden werden hier einige Branchen und Berufswege aufgelistet, deren Grundlage die Osteuropa- und Ostmitteleuropastudien bilden können:

  • akademischer Weg (Master, Promotion, Professur)
  • Forschungs- und Bildungseinrichtungen (z.B. Goetheinstitute)
  • Stiftungen
  • Wirtschaft und Industrie (Übersetzungs- und Beratungstätigkeit in Firmen mit Kontakten zu slavischen Ländern)
  • Medien: Presse, Rundfunk, Fernsehen (Redakteur, Auslandskorrespondent, Theater-, Film-, Literaturkritiker, etc.)
  • Kommunikation: PR-Agenturen, Personalkommunikation in größeren Firmen und Konzernen
  • Kunst- und Kulturbetrieb (Theater, Museen, Galerien, Kulturreferate)
  • Diplomatischer Dienst (mit Vorbereitungsdienst)
  • Europäische Union
  • Touristikbranche
  • Buchhandel
  • Verlagswesen (Lektorat, Presse-, Werbe-, Vertriebsabteilung, etc.)
  • Dokumentations- und Bibliothekswesen

Ansprechpartner*innen für weitere Fragen

Studienaufbau und -planung

Mike Högele, B.A.
Tel. +49 (0) 6221 54-2624 (hierunter vorübergehend nicht stets erreichbar)
E-Mail: slavstudienberatung@slav.uni-heidelberg.de
Online-Sprechstunde am 18.11.2020, 14 bis 15 Uhr: ↗︎ Link zum heiCONF-Raum
Wöchentliche Online-Sprechstunde Donnerstags von 12.00–13.00 Uhr. Um Anmeldung per Mail wird gebeten.

Fachstudienberatung

Dr. Felicitas Fischer von Weikersthal
Tel. +49 (0) 6221 54-3475 (hierunter vorübergehend nicht stets erreichbar)
E-Mail: felicitas.fischer.von.weikersthal@zegk.uni-heidelberg.de
Sprechstunde nach Vereinbarung per Email.

Dr. Karoline Thaidigsmann
Tel. +49 (0) 6221 54-2634 (hierunter vorübergehend nicht stets erreichbar)
E-Mail: karoline.thaidigsmann@slav.uni-heidelberg.de
Wöchentliche Online-Sprechstunde Dienstags von 16.30–17.30 Uhr. Um Anmeldung per Mail wird gebeten.

Letzte Änderung: 03.01.2022