Bachelor
Osteuropa- und Ostmittel­europa­studien

Wichtigste Dokumente:

↗︎ Prüfungsordnung, besonderer Teil - WICHTIGER HINWEIS: Seit 2022 ist eine neue Prüfungsordnung zum Bachelor Osteuropa- und Ostmitteleuropastudien in Kraft. Vorläufig finden Sie diese aktuelle Prüfungsordnung im Mitteilungsblatt des Rektors.
↗︎ Modulhandbuch (zur Prüfungsordnung 2022)
Vorgängerversionen der aktuellen Prüfungsordnungen und Modulhandbücher finden Sie im Downloadbereich
Studierende, die nicht nach der aktuellen Prüfungsordnung studieren, können auf Antrag weiterhin nach der alten Prüfungsordnung studieren. Bitte melden Sie sich hierfür beim HISPOS-Beauftragten des Instituts.

Prüfungsanmeldeschluss in LSF zu den Lehrveranstaltungen: SoSe 20.06 / WiSe 20.01

Allgemeine Informationen

Der interdisziplinäre Bachelor-Studiengang Osteuropa- und Ostmitteleuropastudien richtet sich an alle, die ein wissenschaftliches Studium der Geschichte und der Kulturen Ostmittel- und Osteuropas mit einer fundierten Sprachausbildung verbinden möchten. Als einer von wenigen Studiengängen in Deutschland vereint dieser die Fächer Slavistik und Osteuropäische Geschichte. Beide Fächer haben in Heidelberg eine lange Tradition und internationales Ansehen.

↗︎ Überblick über den Studiengang auf der Homepage der Universität

Inhalte und Aufbau des Studiums

Der Studiengang kann als Hauptfach (100% 75%, 50%) oder als Nebenfach (25%) studiert werden. Sein Kennzeichen ist der interdisziplinäre Aufbau:

Module zu Geschichts- und Kulturwissenschaft sowie zu Literatur- und Sprachwissenschaft (mit kulturwissenschaftlicher Komponente)

Der Studiengang besteht zum einen aus Lehrveranstaltungen, die in die Grundlagen und Methoden der Geschichts- und Kulturwissenschaften, der Literaturwissenschaft und der Linguistik einführen: Vorlesungen, Seminare und Übungen ergänzen sich zu Basis-, Aufbau und Vertiefungsmodulen. Hier werden inhaltliche Kenntnisse und zentrale wissenschaftliche Arbeitsweisen vermittelt und geübt: Quellen- und Literaturrecherche, Umgang mit Texten, Umgang mit Quellen, Abfassen und Präsentieren von wissenschaftlichen Arbeiten.

Module zum Spracherwerb

Gleichzeitig erhalten die Studierenden intensiven Unterricht in zwei slavischen Sprachen bzw. im Nebenfach in einer slavischen Sprache. Im Hauptfach kann Russisch mit Bulgarisch, den Nachfolgesprachen des Serbokroatischen (Bosnisch/Kroatisch/Montenegrinisch/Serbisch), Polnisch oder Tschechisch kombiniert werden. Im Begleitfach (Fachanteil 25%) wird eine der Sprachen Polnisch, Russisch oder Tschechisch gewählt. Synergieeffekte sind Teil des Studienplans: Literarische Texte, historische Quellen und Fachliteratur können von Anfang an schrittweise in der Originalsprache gelesen werden und fördern ihrerseits den Spracherwerb.

Im ersten Jahr besuchen die Studierenden beispielsweise im Studiengang 100% und 75% zwei Basismodule mit wissenschaftlichem Schwerpunkt (Geschichtswissenschaft und Sprach- / Literaturwissenschaft) sowie parallel zwei Basismodule zum Spracherwerb. Im zweiten Jahr schließen Aufbaumodule in diesen fachwissenschaftlichen und sprachlichen Ausrichtungen an. Das dritte Studienjahr ermöglicht wissenschaftliche Schwerpunktsetzungen und ist für das Abfassen der B.A.-Abschlussarbeit vorgesehen. Im Studiengang 50% und 25% ist die Zahl der Lehrveranstaltungen proportional reduziert. Im Studiengang 100% ist zudem ein Modul „Interdisziplinarität und Internationalität“ enthalten, das die Möglichkeit zur Anrechnung von Lehrimport, Auslandsaufenthalten und Praktika bietet.

Während in Ergänzung zu den Studiengängen Osteuropa- und Ostmitteleuropastudien 75%, 50% und 25% ein zweites Studienfach studiert wird. Erfordert Studiengang Osteuropa- und Ostmitteleuropastudien 100% kein zweites Studienfach.

Die Veranstaltungen finden im Historischen Seminar und im Institut für Slavistik statt. Der Studiengang bietet zudem die Möglichkeit, einzelne Vorlesungen, Kurse und Übungen mit Osteuropa- und Ostmitteleuropabezug aus anderen Fächern bzw. Instituten zu importieren: Die Studierenden können das breite Angebot der Exzellenz-Universität und der benachbarten ↗︎ Hochschule für Jüdische Studien, des ↗︎ Siebenbürgen-Instituts und anderer wissenschaftlicher Einrichtungen nutzen.

Weitere Informationen zum Inhalt und Aufbau des Studienganges finden Sie im Modulhandbuch und in der Prüfungsordnung.

Studieren in Heidelberg

Kompetentes Lehrpersonal, kleine Seminargruppengrößen, eine freundliche, offene Arbeitsatmosphäre und hervorragend ausgestattete Bibliotheken (Lehrstuhl für ↗︎ Osteuropäische Geschichte im ↗︎ Historischen Seminar,  Slavisches Institut, ↗︎ Universitätsbibliothek) empfehlen Heidelberg als Studienort. Studienanfänger*innen wie Fortgeschrittene können auf zugewandte, sachkundige Beratung zählen. Die ↗︎ Lehrkräfte der Osteuropäischen Geschichte bzw. des ↗︎ Slavischen Instituts bringen eigene Arbeitsgebiete ein und gewährleisten den Anschluss an aktuelle Forschungsfragen. Zu zahlreichen Lehrveranstaltungen gibt es begleitende Tutorien, die von fortgeschrittenen Studierenden oder Doktoranden unterrichtet werden.

Berufsfeld / Chancen / Qualifikation

Berufliche und weiterqualifizierende Perspektiven

Der B.A. „Osteuropa- und Ostmitteleuropastudien“ ermöglicht seinen Absolvent*innen die Fortsetzung ihres Studiums im konsekutiven M.A.-Studiengang ↗︎ M.A. Slavische und Osteuropäische Studien in Heidelberg sowie in weiteren M.A.-Studiengängen in den Bereichen Slavistik und Geschichte, insbesondere der Global History, der Cultural und Regional Studies.

Auf der Grundlage der im Studium erworbenen Kenntnisse in Sprache, Geschichte und Kultur der betreffenden Länder (siehe unten) qualifiziert der B.A. „Osteuropa- und Ostmitteleuropastudien“ insbesondere für Berufe in einem interkulturellen Arbeitsumfeld. In Abhängigkeit des zusätzlich studierten Fachs befähigt der B.A. „Osteuropa- und Ostmitteleuropastudien“ für eine Tätigkeit in folgenden Bereichen:

  • Buchhandel und Verlagswesen
  • Kommunikationsbranche (PR-Agenturen, Personalkommunikation in größeren Firmen und Konzernen)
  • Kulturinstitutionen und -referate, die den interkulturellen Austausch fördern
  • Wirtschaft und Industrie (Übersetzungs- und Beratungstätigkeit in Firmen mit Kontakten zu slavischen Ländern)
  • Dokumentations- und Bibliothekswesen
  • Medien: Presse, Rundfunk, Fernsehen (Redakteur, Auslandskorrespondent, Theater-, Film-, Literaturkritiker, etc.)
  • Diplomatischer Dienst (mit Vorbereitungsdienst)
  • Touristikbranche
  • Politik und Politikberatung

Dies sind häufige, freilich nicht die ausschließlichen Berufsfelder für Absolvent*innen des Bachelor-Studiengangs „Osteuropa- und Ostmitteleuropastudien“. Während Ihres Studiums empfiehlt es sich Praktika zu absolvieren. Über mögliche Praktika und freie Praktikumsplätze informieren Sie die ↗︎ Datenbank des Career Service des Historischen Seminars und bei der ↗︎ Praktikumsbörse des Slavischen Instituts.

Zu den fachlichen und überfachlichen Qualifikationszielen siehe: ↗︎ Fachliche und überfachliche Qualifikationsziele

Zulassung und Fächerkombination

Die Zulassung erfolgt zum Winter- und zum Sommersemester.

Es gibt derzeit keine Zulassungsbeschränkung und keine Bewerbungspflicht für die Immatrikulation.

Informationen zum Spracherwerb allgemein

An der Universität Heidelberg können folgende slavische Sprachen ohne vorherige Vorkenntnisse studiert werden: Bulgarisch, Polnisch, Russisch, Tschechisch, Nachfolgesprachen des Serbokroatischen (Bosnisch/Kroatisch/Montenegrinisch/Serbisch). Beim Studiengang Osteuropa- und Ostmitteleuropastudien stehen folgende Sprachen und Sprachkombinationen zur Auswahl:

  • Im Hauptfach (100%, 75% und 50%) ist Russisch verpflichtend und muss mit einer zweiten Sprache kombiniert werden.
  • Im Nebenfach (25%) darf man zwischen Russisch, Polnisch und Tschechisch frei wählen.

Beachten Sie bei der Planung des Studiums: Nicht jeder Sprachkurs wird in jedem Semester auf jeder Niveaustufe angeboten! Die folgende Tabelle zeigt Ihnen, welche Sprachkurse turnusmäßig in welchem Semester angeboten werden.

 

Tschechisch

Bulgarisch

Polnisch

Nachfolgesprachen des Serbokroatischen (Bosnisch/Kroatisch/Montenegrinisch/Serbisch)

Russisch

WiSe

1, 3

1, 3

2, 4

2, 4

1, 2, 3, 4

SoSe

2, 4

2, 4

1, 3

1, 3

1, 2, 3, 4

↗︎ Ausführliche Informationen zur Bulgaristik

Für Studierende mit Vorkenntnissen in den slavischen Sprachen bieten die Sprachlektor*innen vor Semesterbeginn eine Einstufung zur Feststellung des Sprachniveaus an. Setzen Sie sich dafür bitte direkt mit den entsprechenden Lektor*innen der für Sie relevanten Sprachen per Mail in Verbindung.

Für Anfänger im Spracherwerb Russisch: Propädeutikum

Für Studierende, die Russisch lernen wollen und noch keine Vorkenntnisse besitzen, oder nur Russisch sprechen, aber nicht lesen und schreiben können, führt das Slavische Institut unmittelbar vor Semesterbeginn einen verpflichtenden zweiwöchigen Vorkurs mit täglich vier Unterrichtsstunden durch. Dieser umfasst: Aneignung des kyrillischen Alphabets (Lesen und Schreiben), Übung der Aussprache, erste Bekanntschaft mit der Grammatik. Für Anfänger*innen ohne Vorkenntnisse ist das Propädeutikum Voraussetzung für die Teilnahme am Sprachkurs „Russisch 1“. Die Anmeldemodalitäten und aktuellen Termine zum Propädeutikum entnehmen Sie bitte dem Vorlesungsverzeichnis. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob die Teilnahme am Propädeutikum für Sie notwendig ist oder ob Sie die dort vermittelten Grundkenntnisse bereits besitzen, klären Sie diese Frage bitte im Vorfeld mit den Dozierenden des Kurses ab.

Der Studiengang Osteuropa- und Ostmitteleuropastudien ist in den Varianten 75%, 50% und 25% nur in Zwei-Fächer-Kombination studierbar. In der Variante 100% wird kein zweites Fach studiert. Von einer Kombination des Studiengangs mit dem B.A. Slavistik wird dringend abgeraten. Eine Liste der Studiengänge an der Universität Heidelberg finden Sie ↗︎ hier.

Teilzeitstudium

Neben dem Vollzeitstudium ist in allen Studiengängen des Slavischen Instituts ein Teilzeitstudium möglich. Weitere Informationen erhalten Sie unter ↗︎ Wege ins Teilzeitstudium oder bei der ↗︎ Fachstudienberatung.

Orientierungsnachweis

Gemäß der Studienordnung müssen alle Studierenden der Bachelor-Studiengänge Slavistik und Osteuropa- und Ostmitteleuropastudien bis zum Ende des zweiten Semesters den sog. Orientierungsnachweis erbringen. Darunter versteht man im Hauptfach (Fachanteil 75%) sowie im 1. oder 2. Hauptfach (Fachanteil 50%) den erfolgreichen Abschluss der Einführungen in die slavische Sprachwissenschaft und in die slavische Literaturwissenschaft (Basismodul Wissenschaft). Im Begleitfach (Fachanteil 25%) besteht die Orientierungsprüfung aus dem erfolgreichen Abschluss der Sprachkurse I und II (Basismodul Spracherwerb).

Der Orientierungsnachweis kann, wenn die entsprechenden Veranstaltungen nicht rechtzeitig abgeschlossen wurden, noch bis zum Ende des dritten Semesters nachgewiesen werden. Wer den Orientierungsnachweis nicht spätestens bis zum Ende des dritten Semesters erbracht hat, verliert den Prüfungsanspruch, es sei denn, es liegen Gründe für die Fristüberschreitung vor, für die der / die Studierende keine Verantwortung trägt (vgl. Allgemeine Prüfungsordnung für Bachelorstudiengänge).

Der Orientierungsnachweis wird automatisch über LSF dokumentiert.

Links: ↗︎ Fachstudienberatung – ↗︎ Wie schreibe ich mich ein?

Letzte Änderung: 04.06.2022